Kategorie: Buch „Anonyme Alkoholiker“

  • Mein Blaues Buch (5): Das Siebte-Schritt-Gebet

    Neben dem Dritte-Schritt-Gebet gibt es im Blauen Buch auch das Siebte-Schritt-Gebet. Diesem Gebet liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ich viele Charakterfehler habe, die ich aus eigener Kraft einfach nicht loslassen kann. Diese Charakterfehler schieben sich zwischen mich, die anderen Menschen und Gott. Sie können dazu führen, dass ich die ganze Zeit nur mit ihnen, ihren Auswirkungen, ihrer Verheimlichung usw. beschäftigt bin.

    Ich möchte aber frei von meinen Charakterfehlern werden. Ich möchte hilfreich sein können und großzügig. Ich möchte mich Gott und anderen Menschen zuwenden können. Und das will auch Gott: Dass ich aus meiner Isolation herauskomme. (Wichtig: Wenn bei den Anonymen Alkoholikern oder Anonymen Sexaholikern von Gott die Rede ist, ist immer Gott, wie Du Gott verstehst, gemeint. Es ist jede Gottesvorstellung möglich, die für Dich Sinn ergibt. Oft sprechen wir auch einfach von der Höheren Macht.)

    Es folgt der Text des Siebte-Schritt-Gebets im Original, in der Übersetzung des Blauen Buches und in meiner eigenen Übersetzung:

    My Creator, I am now willing that You should have all of me,
    good and bad. I pray that You now remove from me every single defect of character which stands in the way of my usefulness to You and my fellows. Grant me strength, as I go out from here, to do Your bidding. Amen

    Alcoholics Anonymous, p. 76

    Mein Schöpfer, ich bin nun willig, mich Dir ganz auszuliefern mit allen meinen guten und schlechten Seiten. Ich bitte, die Charaktermängel jetzt von mir zu nehmen, die mich daran hindern, Dir und meinen Mitmenschen gegenüber nützlich zu sein. Gib mir Kraft, von jetzt an Deinen Willen auszuführen.
    Amen.

    Anonyme Alkoholiker, S. 87 f.

    Mein Schöpfer, Du sollst alles von mir haben, das Gute und das Schlechte – dazu bin ich bereit.

    Ich bitte Dich, dass Du jeden einzelnen Charakterfehler von mir nimmst, der mich daran hindert, Dir und meinen Weggefährten nützlich zu sein.

    Gib mir die Kraft, Deinen Willen zu tun, wenn ich diesen Ort verlasse. Amen

    Dies ist das einzige Gebet im Haupttext des Blauen Buches, das mit einem „Amen“ abschließt. Das ist deshalb der Fall, weil mit dem siebten Schritt der „innere Hausputz“, die innere Inventur, endet und es nach „Außen“ geht, zu den Mitmenschen und den Wiedergutmachungen an ihnen.

    ich spreche dieses Gebet morgens kurz vor dem Ende meines Morgenrituals und mache mir dabei deutlich: Gleich geht es nach „Draußen“, in die Begegnung, da brauche ich die Unterstützung meines Höheren Macht. Denn alleine würde ich von meinen Ängsten und Charakterfehlern übermannt. Aber verbunden mit der Höheren Macht werde ich frei. Ich kann ein Mensch unter Menschen sein, trocken vom Alkohol und trocken in der Sexsucht, auf dem Wg der Genesung.

  • Mein Blaues Buch (4): Das Dritte-Schritt-Gebet

    Das Dritte-Schritt-Gebet im Blauen Buch dient der Bekräftigung der Entscheidung, die ich im dritten Schritt treffe. Der dritte Schritt lautet:

    Made a decision to turn our will and our lives over to the care of God as we
    understood Him.

    Alcoholics Anonymous, Step 3

    Wir haben uns entschieden, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes, wie wir Ihn verstanden, anzuvertrauen.

    Anonyme Alkoholiker, Dritter Schritt (eigene Übersetzung)

    Mit dem Gebet des dritten Schritts bekräftige ich diese Entscheidung. (Wichtig: Wenn bei den Anonymen Alkoholikern oder Anonymen Sexaholikern von Gott die Rede ist, ist immer Gott, wie Du Gott verstehst, gemeint. Es ist jede Gottesvorstellung möglich, die für Dich Sinn ergibt.)

    Bei dem Dritte-Schritt-Gebet bin ich mit der deutschen Übersetzung im Blauen Buch nicht gut zurechtgekommen. Im Zentrum des englischen Originals steht die Bitte, vom Eigenwillen befreit zu werden, weil mich der Eigenwille immer wieder in Schwierigkeiten bringt: Es fällt mir schwer, das Leben zu seinen Bedingungen anzunehmen und zu akzeptieren. Ich will aus Angst mein Leben immer und immer wieder kontrollieren und steuern – aber es klappt nicht. Diese Versuche, zu kontrollieren, kosteten mich sehr viel Energie (sie tun es heute noch oft). Im Dritte-Schritt-Gebet bitte ich meine Höhere Macht darum, diesen Eigenwillen von mir zu nehmen (es folgen jetzt das englische Original, die Übersetzung aus dem deutschsprachigen Blauen Buch und meine Übersetzung, in der ich das Gebet verwende):

    God, I offer myself to Thee – to build with me and to do with me as Thou wilt. Relieve me of the bondage of self, that I may better do Thy will. Take away my
    difficulties, that victory over them may bear witness to those I would help of Thy
    Power, Thy Love, and Thy Way of life. May I do Thy will always!

    Alcoholics Anonymous, p. 63

    Gott, ich gebe mich in Deine Hand, richte mich
    auf und tu mit mir nach Deinem Willen. Erlöse mich
    von den Fesseln meines Ichs, damit ich Deinen Willen
    besser erfüllen kann. Nimm meine Schwierigkeiten
    hinweg, damit der Sieg über sie Zeugnis von Deiner
    Macht, Deiner Liebe, Deiner Führung ablegen möge
    vor den Menschen, denen ich helfen möchte. Möge ich
    immer Deinen Willen tun!

    Anonyme Alkoholiker, S. 73

    Gott, ich mache mich Dir verfüglich, dass Du mit mir schaffen und tun kannst nach Deinem Willen.

    Befreie mich von den Fesseln meines Eigenwillens, damit ich Deinen Willen
    besser erfüllen kann.

    Nimm meine Schwierigkeiten
    hinweg, damit der Sieg über sie Zeugnis von Deiner
    Macht, Deiner Liebe und der Art der Lebensführung ablegen möge, die mit Dir möglich ist – Zeugnis ablegen vor den Menschen, denen ich helfen möchte.

    Möge ich
    immer Deinen Willen tun!

    eigene Übersetzung

    Ich ergänze das Gebet außerdem um einen Satz, mit dem ich mir selbst die Angst vor Gott nehme. Denn ich weiß heute, dass ich aufgrund der Prägungen aus meiner Kindheit ein sehr negatives Bild von Gott verinnerlicht hatte. Er war eine unangenehme, unberechenbare Gestalt, die über alle Verfehlungen Buch führt, so dass man diesem Gott gegenüber nur verlieren konnte. Es war ein Gott, mit dem ich nichts zu tun haben wollte.

    Dieses alte Gottesbild musste ich zunächst loslassen, um mich überhaupt an einen Gott (Gott, wie ich Ihn verstehe) wenden zu können. Ich entschied mich, dass Gott für mich die Liebe ist. Er will nichts anderes als mein Wachstum und meine Genesung. Dies verdeutliche ich mir heute, indem ich in das Gebet ergänze:

    Gott, ich mache mich Dir verfüglich, dass du mit mir schaffen und tun kannst nach Deinem Willen – Gott, der Du die Liebe bist.

    Er ist die Liebe. Seinen Willen brauche ich nicht zu fürchten.

    Vielleicht kann ich irgendwann in innerer Freiheit mit dem Dichter Christian Morgenstern so sprechen:

    Du Weisheit meines höhern Ich,
    die über mir den Fittich spreitet
    und mich vom Anfang her geleitet,
    wie es am besten war für mich, -
    
    wenn Unmut oft mich anfocht: nun - 
    es war der Unmut eines Knaben!
    Des Mannes reife Blicke haben
    die Kraft voll Dank auf Dir zu ruhn.
    
    aus: Christian Morgenstern, Wir fanden einen Pfad 

  • Scham, Rabbi Sussja und Ich-Werdung

    Als ich mit meinem Sponsor darüber sprach, dass manche AS-Freunde ihre Scham und ihre Minderwertigkeitsgefühle nicht loslassen können, sagte er:

    Weil wir die Scham lieben. Sie ist wie eine negative Schutzhülle oder Decke für uns. Wenn ich mich schäme, dann isoliere ich mich wie früher. So muss ich nichts ändern. Ich bin eben einfach eine furchtbare Person. Wenn ich sage: „Gott hasst mich,“ dann brauche ich mich nicht zu ändern.

    Diese Situation kann gerade auch nach dem ersten Schritt eintreten. Wenn ich mir im ersten Schritt die Geschichte meiner Sexsucht anschaue, dann treten meine Mängel und meine Machtlosigkeit voll zutage. Da kann der Impuls kommen: Nur weg von hier!

    Schlüpfe ich dann unter diese negative, vertraute Decke, unter der ich so viele Jahre zitterte, und suche wieder die giftige Wärme und Betäubung der Sucht?

    Mein Sponsor empfahl für die Arbeit im zweiten Schritt, mir und dem Sponsee Folgendes klarzumachen; es ganz tief in mein Inneres aufzunehmen. Ich kann mir sagen:

    Gottes Perspektive ist: „Ich weiß, was Du getan hast. Ich weiß, dass Du eine Suchterkrankung hast und machtlos bist – derzeit. Aber ich liebe Dich trotzdem. Ich liebe Dich und ich möchte, dass Du glücklich, voller Lebensfreude und frei sein kannst.“

    Gott sieht das Gesamtbild. Auch die Sucht. Und auch das Potential. Und auch die Möglichkeit der Genesung. Damit ich mich zu dem hin entwickeln kann, als der ich gedacht bin. Dann bleibe ich nicht, wie ich bin. Ich handle. Ich gehe weiter auf dem Weg der Genesung.

    In der Sammlung von Chassidischen Geschichten von Martin Buber gibt es eine Geschichte, die ich oft erzähle. Sie sagt alles das oben Geschriebene in wenigen Worten:

    Vor dem Ende sprach Rabbi Sussja: In der kommenden Welt wird man mich nicht fragen: Sussja, warum bist du nicht Mose gewesen? Man wird mich auch nicht fragen: Warum bist du nicht David gewesen? In der kommenden Welt wird man mich fragen: Sussja, warum bist du nicht Sussja gewesen?

    Das AS-Programm ist für mich ein Programm zur Ich-Werdung. Ich darf und muss mich sehen, wie ich war und wie ich gerade bin. Aber dann muss ich nicht wieder unter die dunkle Decke kriechen. Ich bin geliebt und soll glücklich, voller Lebensfreude und frei leben.

    In einem Abschnitt des Blauen Buches wird über den Anonymen Alkoholiker Nummer drei geschrieben (er trägt diese ungewöhnliche Bezeichnung, weil er auch Bill hieß, wie der Gründer der AA). Nachdem er durch die Begegnung mit Bill und Dr. Bob und deren Genesungsgeschichte trocken geworden war, führte er einen Wahlkampf, verlor die Wahl aber knapp. Anschließend heißt es im Text (page 158):

    But he had found God – and in finding God had found himself.

    Aber er hatte Gott gefunden. Und indem er Gott fand, fand er auch zu sich selbst.

    Er ist also Bill geworden. Wer willst Du werden?

  • „Für diese Männer und Frauen erscheint dann ihr lüsternes Leben allein als das normale.“

    Der Arzt William D. Silkworth war ein früher Förderer der Anonymen Alkoholiker und hat zwei wichtige Texte zum Blauen Buch beigesteuert, die in dem Abschnitt „Aus der Sicht des Arztes“ abgedruckt sind. Er fasst die Sichtweise des Alkoholikers auf die Welt dort unter anderem in dem Satz zusammen:

    Für diese Männer und Frauen erscheint dann ihr alkoholisches Leben allein als das normale.

    Wenn ich das Wort „alkoholisch“ durch das Wort „lüstern“ ersetze, habe ich eine Beschreibung meiner früheren Situation, wie ich ich sie im ersten Jahr meiner Trockenheit nach und nach erkennen musste: Für mich war mein lüsternes Leben etwas völlig normales. Wenn ich aus einem Fenster nach draußen schaute, konnte ich gar nicht anders, als die gegenüberliegenden Fenster nach möglicher Objekten meiner Lüsternheit „abzuscannen“. Wenn ich in die Straßenbahn stieg, sah ich sofort, ob etwas Lüsternes zu sehen war, zum Beispiel eine Frau mit enger Kleidung oder einem tiefen Ausschnitt. Wenn Wörter neben einer alltäglichen auch eine anzügliche oder lüsterne Bedeutung hatten, kam mir sofort diese Bedeutung in den Sinn. Ich könnte diese Liste noch lange fortsetzen und der Leser, der selbst ein Lüsternheitsjunkie ist, wird sicher seine eigene Liste aufstellen können.

    Wie sehr die Lüsternheit mein ganzes Wahrnehmen, Denken und meine Phantasie beherrschte, merkte ich erst nach und nach im ersten Jahr der Trockenheit. Dadurch, dass ich den lüsternen Impulsen nicht mehr durch Ausagieren nachgab, merkte ich ihre umfassende Präsenz und ihre Macht. In diesem ersten Jahr sagte ich zu meinem Sponsor: „Jetzt kann ich verstehen, was Dr. Silkworth gemeint hat. Für mich war mein lüsternes Leben immer das normale. Ich weiß schon seit vielen Jahren nicht mehr, wie es ist, die Welt nicht ständig zumindest auch unter dem Gesichtspunkt der Lüsternheit wahrzunehmen. Und ich weiß, dass ich, wenn ich wieder anfangen würde, auszuagieren, wieder genau da wäre, wo ich aufgehört habe. Diese Welt wäre für mich sofort wieder völlig normal. Es ist etwas in mir kaputt gegangen, was nicht wieder heil zu machen ist.“

    Wie dringend ich die Hoffnung des zweiten Schritts brauchte, dass eine Höhere Macht mir meine geistige Gesundheit wieder geben kann!

    Heute würde ich es so beschreiben: Ja, es ist etwas in mir kaputt gegangen, so dass ich zu einer nicht-süchtigen Form der Lüsternheit nicht mehr in der Lage bin. Wenn ich der Lüsternheit folgen würde, würde ich sofort wieder rückfällig und es wäre auch sofort für mich mein lüsternes Leben wieder das normale – ganz gleich, wie lange ich vorher trocken gewesen wäre.

    Aber ich weiß heute auch, dass ich durch meine Sucht zu dem gekommen bin, was ich heute habe. Ich muss einen gesunden Weg gehen, weil ich den Weg der Krankheit einfach nicht mehr vertragen könnte. Die Krankheit hat mich zur Gesundheit gebracht. Ich suche sehnsüchtig danach, immer gesünder zu werden. Einen Teil meiner geistigen Gesundheit habe ich bereits seit Mitte 2012 wieder: Ich durfte sexuell trocken sein, auf einer täglichen Grundlage, immer nur für heute. Und ich bin voller Zuversicht, dass ich immer weiter gesunden kann – ja, auch soll! Gott möchte uns glücklich, voller Lebensfreude und frei sehen, das ist die Zusage aus dem Blauen Buch.

  • Umgang mit Angst (1)

    Ich merke immer wieder, wie wichtig der Satz ist: Das AA-Programm ist ein spirituelles Tu-Programm.

    Handle, und die Gefühle werden folgen.

    Ich erlebe es gerade bei Angst. Früher wusste ich gar nicht, wie viel Angst ich hatte. Ich ging einmal zum Arzt und beschrieb ihm, dass es mir nicht gut ging. Ich hatte das Gefühl, nicht richtig Luft zu bekommen („als ob der Hemdkragen zu eng wäre“). Ich litt unter Schweißausbrüchen. „Ich fühle mich wie eine Heizung, die zu stark aufgedreht ist, wo das Ventil nicht funktioniert.“  Er sagte mir: „Das ist Angst.“ Ich: „Wie, Angst?“ „Ja, das sind Symptome von Angst.“ So begann ich, mich kennenzulernen. Angst war also mein ständiger Begleiter gewesen.

    Heute ist mir klar, dass bei mir eine  aus der Kindheit stammende, tiefe Lebens-Unsicherheit vorhanden ist, so dass ich bei als unsicher empfundenen Situationen und Übergängen (zum Beispiel von zu Hause zur Arbeit) schnell in Anspannung und Angst gerate.

    Das Blaue Buch hat im Abschnitt zur Angstinventur (Seite 79) eine praktische Empfehlung, wie Ängsten begegnet werden kann:

    Wir bitten Ihn (Gott, die Höheren Kräfte) unsere Angst von uns zu nehmen und richten unsere Aufmerksamkeit darauf, so zu sein, wie Er uns haben will. Plötzlich beginnen wir aus der Angst herauszuwachsen.

    Ich bete ganz bewusst darum, dass die Höheren Kräfte die Angst von mir nehmen. Dann frage ich mich, wie Gott mich in dieser Situation haben will? Und die entscheidende Frage ist: Was ist die nächste richtige Handlung? Als erstes entsteht ein Gefühl von Distanz zu dieser Emotion „Angst“. Durch das Handeln verändert sich dann die Situation noch einmal.

    Es gibt einen schönen Slogan dazu, wie Angst sich verändert:

    Mut ist Angst, die gebetet hat.

    Außerdem achte ich darauf, bei länger andauernden Problemen mit Programmfreunden, dem Sponsor und im Meeting über die Angst zu sprechen. Dann schrumpft sie. Es hilft mir, mich nicht mit meiner Angst zu identifizieren. Auch Angst ist nur ein Gefühl.

    Und Gefühle sind wie Wolken: Sie ziehen auf und sie ziehen auch wieder vorüber.

    Früher hatte mich die Angst. Heute habe ich Angst – und ich habe Werkzeuge, ihr zu begegnen.

    (Zum Thema Angst siehe auch diesen Beitrag.)

  • Über Sponsorschaft und Clowns im gleichen Bus

    Während in dem 1939 veröffentlichten Blauen Buch das Wort Sponsor noch nicht auftaucht, wird es in dem 1953 erschienen Buch Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen schon wie selbstverständlich verwendet. Tatsächlich hatte die Anonymen Alkoholiker zwischenzeitlich die Wirksamkeit der Sponsorschaft entdeckt, wenn es darum ging, Neuen den Start in die Trockenheit zu erleichtern und ihnen zu einer Verankerung im Zwölf-Schritte-Programm zu verhelfen.

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  • Tradition 2: Gott = Liebe

    Wenn im Zwölf-Schritte-Programm von „Gott“ die Rede ist, dann ist immer Gott, „wie du ihn verstehst“ gemeint; das eigene Bild, die eigene Vorstellung von Gott. Dies kann alles sein, solange es für mich selber Sinn ergibt.

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  • Sprachlicher Hinweis: Die Begriffe höhere Macht, höhere Kraft und eine Kraft, größer als wir selbst

    In den Blogbeiträgen tauchen immer wieder die Begriffe höhere Macht, höhere Kraft und eine Kraft, größer als wir selbst auf. Ein sprachlicher Hinweis dazu:

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  • Schritt 1: Nicht mehr machtlos?

    Der erste Schritt der Anonymen Sexaholiker ist auch in Bezug auf Lüsternheit in der Vergangenheitsform geschrieben. „Wir gaben zu, dass wir der Lüsternheit gegenüber machtlos waren …“ Bedeutet das, dass ich der Lüsternheit gegenüber heute nicht mehr machtlos bin? Habe ich etwas falsch gemacht, wenn ich auch heute Lüsternheit absolut nicht vertrage?
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  • Die Pause im Programm

    Nein, ich meine nicht eine Pause vom Zwölf-Schritte-Programm, sondern tatsächlich die besondere Rolle, die die Pause – das Innehalten – im Zwölf-Schritte-Programm hat. Ein Programm-Freund hat mich heute auf dieses Thema gebracht.

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